Dialektisch-Behaviorale Therapie
Informationen zur DBT – mit Achtsamkeit, Akzeptanz und neuen Fertigkeiten Schritt für Schritt zu mehr innerer Balance.
Was ist DBT?
Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) wurde von der US-amerikanischen Psychologin Marsha M. Linehan entwickelt. Sie ist ein wissenschaftlich gut untersuchtes, verhaltenstherapeutisches Verfahren, das ursprünglich für Menschen mit starken Gefühlsschwankungen und Spannungszuständen entwickelt wurde und heute bei vielen weiteren Schwierigkeiten eingesetzt wird.
„Dialektisch“ bedeutet, scheinbare Gegensätze zusammenzubringen: Veränderung und Akzeptanz. Belastende Muster sollen sich verändern dürfen – und gleichzeitig wird mit Mitgefühl angenommen, was gerade ist.
„Akzeptanz und Veränderung schließen sich nicht aus – sie ergänzen sich.“
Die vier Skillsbereiche
Ein zentraler Bestandteil der DBT ist das Erlernen von Fertigkeiten („Skills“), meist in Gruppen und mit regelmäßigem Üben im Alltag.
Achtsamkeit
Im Hier und Jetzt ankommen, wahrnehmen ohne zu bewerten und den „Wise Mind“ – den weisen Verstand – stärken.
Stresstoleranz
Krisen überstehen, ohne die Situation zu verschlimmern – mit konkreten Notfall-Skills.
Emotionsregulation
Gefühle verstehen, benennen und ihre Intensität behutsam beeinflussen.
Zwischenmenschliche Fertigkeiten
Eigene Bedürfnisse vertreten und Beziehungen achtsam gestalten.
Warum Achtsamkeit üben?
Achtsamkeit ist das Fundament aller Skills. Wer regelmäßig übt – schon wenige Minuten täglich –, kann leichter einen Schritt zurücktreten, Gefühle beobachten statt von ihnen überrollt zu werden und bewusster entscheiden, wie er handeln möchte. Geführte Audioübungen können dabei eine hilfreiche Unterstützung sein.
Übungsmaterial
Im geschützten Bereich stehen Achtsamkeitsübungen als Audiodateien zum Anhören und Herunterladen bereit. Der Zugang ist passwortgeschützt.
Hinweis: Diese Seite dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine Diagnose, Beratung oder Behandlung. In akuten Krisen wenden Sie sich bitte an den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117), den Notruf (112) oder die TelefonSeelsorge (0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222).